Standpunkt: UTP-Richtlinie

Aktuell wird die nationale Umsetzung der EU-Richtlinie über unlautere Handelspraktiken in den Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen in der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette (kurz UTP) in der Politik diskutiert.

Ich begrüße nachdrücklich eine schnelle Umsetzung. Hiermit wird erstmals EU-weit ein einheitlicher Mindestschutzstandard zur Bekämpfung von unlauteren Handelspraktiken geschaffen. Die neuen Regelungen kommen auch allen Weinbauunternehmen zugute, die an den LEH liefern. Die Liste der vorgeschriebenen Verbote, wie u.a., dass der Händler einseitig die Lieferbedingungen, Qualitätsstandards und Zahlungsbedingungen ändert, wird dazu beitragen, die Lieferanten vor unlauteren Handelspraktiken zu schützen. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Meldung von Marktmissbräuchen durch den Lieferanten vollumfänglich anonym bleiben muss und zu keiner Zeit die Betroffenen kenntlich gemacht werden dürfen. Ansonsten wird der marktschwächere Lieferant ein Vorgehen gegen marktstärkere Abnehmer scheuen.