Standpunkt: Umsatzsteuerpauschalierung

Wir haben immer gefordert, die Möglichkeit der Umsatzsteuerpauschalierung für unsere Erzeuger zu erhalten. Dies haben wir erreicht.

Deutschland hatte bereits Ende 2020 entschieden, dass ab 2022 nur noch landwirtschaftliche Betriebe mit einem Gesamtumsatz von weniger als 600.000 Euro (netto) pro Kalenderjahr »pauschalieren« dürfen.

Nun liegt ein Gesetzesentwurf auf dem Tisch, mit dem – entgegen früherer Ankündigungen – der Durchschnittssteuersatz auf 9,5 Prozent abgesenkt werden soll. Ein Vorschlag, den wir ablehnen, insbesondere weil die Berechnungsgrundlage des Steuersatzes nicht korrekt ist. Diese beruht nämlich auf der bisherigen Regelung, berücksichtigt aber nicht die ab 2022 geltende Einschränkung auf Betriebe mit einem Gesamtumsatz von weniger 600.000 Euro. Zudem soll das Finanzministerium künftig zur Festsetzung der Steuerhöhe berechtigt sein. Hier fordern wir einen Parlamentsbeschluss.

Klaus Schneider, DWV-Präsident