Standpunkt: Strafzollpläne

Das Brexit-Theater hat sich gerade etwas gelegt – auch wenn seine Folgen für unsere Exporteure weiterhin unklar sind – schon droht neues Ungemach.

Diesmal von der anderen Seite des »großen Teichs«. Im WTO-Verfahren gegen die EU zu Airbus hat die USA eine Liste möglicher Produkte veröffentlicht, die mit Strafzöllen belegt werden könnten. Wein gehört auch dazu!

Rufen wir uns in Erinnerung: 17 Prozent der von uns exportierten Weinmenge und 23,3 Prozent des Gesamtwertes deutscher Weinexporte gehen in die USA – mit Abstand der erfolgreichste Exportmarkt. Vor diesem Hintergrund kann ich die EU nur nachdrücklich dazu aufordern, solche Handelshemmnisse mit allen Mitteln zu verhindern.

Traurig, wohin die Entwicklung gegangen ist. Im Rahmen des TTIP-Abkommens verhandelten wir noch über Herkunftsschutz, Maßnahmen für einen vereinfachten Marktzugang und Entbürokratisierung der US-Regelungen für Importweine.

Tempi passati!

 

Christian Schwörer

Geschäftsführer Verband Deutscher Weinexporteure (VDW)