Standpunkt: Insektenschutz

Mit Sorge betrachte ich weiterhin die Entwicklung im Gesetzgebungsverfahren zum Insektenschutz. Die Forderungen des Aktionsprogrammes lehnen wir bekanntermaßen insgesamt ab. Nun geht das BMU aber über den darin gesteckten Rahmen noch hinaus - so z.B. hinsichtlich der Flächenkulisse für definierte Schutzgebiete. Die Flächenbetroffenheit, die für den Weinbau massiv ist, wird hier weiterhin nicht berücksichtigt. Gesetzliche Regelungen, die die von einigen Ländern mühsam ausgehandelten Kompromisse zwischen der Landwirtschaft und dem Naturschutz wieder in Frage stellen, können wir auch keinesfalls akzeptieren.

Mein eindringlicher Appell geht daher an das BMEL und das BMU, verhältnismäßige und praxistaugliche Regelungen vorzusehen, die insbesondere auf der Grundlage einer umfassenden Folgenabschätzung verabschiedet werden und die Zukunft des Weinbaus nicht gefährden.

Klaus Schneider

DWV-Präsident