Standpunkt: Frühzeitig handeln

Internationale Organisationen haben ja manchmal den Ruf, in ihren Entscheidungsabläufen etwas schwerfällig zu sein - insbesondere wenn sie sich wie die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) aus 47 Mitgliedstaaten zusammensetzen. Um etwas zu bewegen, ist oft Ausdauer gefragt. Doch diese zahlt sich aus - auf der diesjährigen Generalversammlung in Genf wurden 18 Resolutionen angenommen. Die Empfehlungen der OIV beeinflussen die auf EU-Ebene erlassenen Regelungen für Wein maßgeblich bzw. sind diesen in einigen Bereichen gleichgestellt. Prinzipiell hat jeder Mitgliedstaat die Möglichkeit, direkt auf wichtige Themenfelder der OIV-Resolutionen Einfluss zu nehmen und er sollte sie dies auch nutzen. Nehmen wir als aktuelles Beispiel das Thema Zusatzstoffe bzw. technische Hilfsstoffe im Wein. Fatal wäre es, sich nicht auf OIV- sondern erst auf EU-Ebene einzubringen. Das könnte dann zu spät sein.

Christian Schwörer

DWV-Generalsekretär