Standpunkt: Bezeichnungsrecht

Die kontrovers geführte Diskussion zur Reform des Weinbezeichnungsrechts beim „Branchentreff der Weinwirtschaft“ der IHK Trier und des Bundesverbands der Deutschen Weinkellereien e.V. am 14. Juni 2019 in Trier möchte ich zum Anlass nehmen, nochmals einige abgestimmte DWV-Positionen zur anstehenden Reform des Weinbezeichnungsrechts aufzuzeigen:

Herkunft muss zukünftig ein Qualitätsversprechen sein. Die Angabe einer kleineren Herkunft muss ein größeres Qualitätsversprechen beinhalten. Dafür ist es erforderlich, einen rechtlich systematischen Aufbau einer Angebotspyramide von Weinen mit und ohne geschützte Herkunft zu entwickeln.

Die Großlage soll in das System integriert werden. Hierbei ist eine klar erkennbare Abgrenzung zwischen der Einzellage und der Großlage zu entwickeln. Dabei soll die Verknüpfung von Orts- und Großlagenamen in der bisherigen Form erhalten bleiben. Zur bezeichnungsrechtlichen Kennzeichnung der Stufe Großlage/Bereich auf dem Etikett wird in Voranstellung ein Namenszusatz gefunden.

 

Klaus Schneider

DWV-Präsident