Standpunkt 12/2020: Absatz – quo vadis?

Die Corona-Krise und ihre Folgen werden uns noch lange begleiten.

Angesichts abgesagter Weinfeste und einer Gastronomie, die derzeit nur mit halber Kraft läuft, blicke ich besorgt auf die Absatzentwicklung unserer Betriebe in den kommenden Monaten. Mit Sorge blicke ich auch nach Brüssel. Leider bleibt das Hilfspaket der EU-Kommission für den Weinsektor weit hinter unseren Erwartungen zurück. Es soll keinen angepassten Finanzierungsrahmen für unseren Sektor geben. Zwar ist es wichtig, Mittel aus dem nationalen Stützungsprogramm auszuschöpfen, jedoch können diese in Deutschland nicht für die Finanzierung von eventuellen Krisenmaßnahmen verwendet werden, da diese bereits anderweitig eingeplant sind. Auch hätte ich mir ein angepasstes EU-Programm zur freiwilligen Ertragsreduzierung gewünscht. Mein Appell, unsere Branche in den nächsten Monaten soweit nötig in der Krise zu unterstützen, ging daher nach Berlin. Von dort wurde uns zugesagt, dass die Marktentwicklung sehr genau beobachtet und ggf. reagiert wird.