Nachgerechnet: Internationaler Weinhandel

Neue Zahlen der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) zum Weinaußenhandel.

Die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) hat anlässlich ihrer diesjährigen Generalversammlung in der Schweiz Daten zum Weinaußenhandel veröffentlicht. Danach wurden 2018 107 Mio. Hektoliter Wein im Wert von 31 Mrd. Euro grenzüberschreitend gehandelt. Das international gehandelte Weinvolumen hat damit seit 2001 bis heute um 45 Mio. Hektoliter (66 %) zugenommen; gleichzeitig ist der Wert zuletzt um 158 Prozent auf 31 Mrd. Euro gestiegen. Ob noch weiteres Entwicklungspotenzial besteht, bleibt abzuwarten, da nach langjährigem Anstieg die Mengen- und Wertergebnisse der Jahre 2017 und 2018 auf gleichhohem Niveau liegen. Die größten Exporteure von Wein sind Spanien mit 21 Mio. Hektolitern, Italien mit 20 Mio. Hektolitern und Frankreich mit 14 Mio. Hektolitern. Zusammen decken sie die Hälfte der Menge und rund 60 Prozent des Wertes des international gehandelten Weins ab. Über die letzten fünf Jahre betrachtet, fallen die Exportmengenentwicklungen besonders von Neuseeland (+36 %), Südafrika (+25 %), Australien (+22 %) und Chile (+ 15 %) mit deutlich zweistelligen Wachstumsraten auf. Interessante Einblicke in die Zusammensetzung des internationalen Weinhandels gewährt die beigefügte Tabelle. Danach sind rund 9 Prozent der gehandelten Weinmenge Schaumweine und 91 Prozent Stillweine; wertorientiert sind es 20 bzw. 80 Prozent. Auf Basis dieser Globaldaten ergibt sich, grob berechnet und als erste Orientierung, ein Durchschnittspreis von 2,92 Euro pro Liter Wein im Außenhandel. Schaumwein liegt bei 6,67 Euro pro Liter, Stillwein bei 2,57 Euro. Noch etwas diferenzierter betrachtet, liegt der Liter Stillwein in Flaschen bei 3,78 Euro und im Fass bzw. Bag-in-Box bei 0,82 Euro.