Nachgerechnet: Import schwächelt, Export boomt

Die neusten Daten zum Weinaußenhandel der EU belegen einen steigenden Export.

Die aktuellen Daten zum Weinaußenhandel der Europäischen Union belegen für das Jahr 2019, dass der Import schwächelt und der Export boomt. Denn 2019 wurden mit 13,4 Mio. Hektoliter 7 Prozent weniger Wein in die EU importiert als ein Jahr zuvor, aus der EU aber mit 24,1 Mio. Hektoliter rund 1,5 Mio. Hektoliter Wein mehr exportiert. Beim Vergleich der Jahresdaten von 2019 mit 2010 bleibt das Bild ähnlich: die Weinimportmenge der EU schrumpfte um 3 Prozent, während der EU-Weinexport um 16 Prozent zulegte. In der Wertbetrachtung hat die EU 2019 Weine für 2,7 Mrd. Euro eingeführt und für 12,1 Mrd. Euro exportiert. Damit liegen der Importwert um 0,3 Mrd. Euro und der Exportwert um 5,4 Mrd. Euro höher als vor zehn Jahren. Zugelegt haben auch die Durchschnittspreise: beim Import von 172 Euro pro Hektoliter auf 202 Euro pro Hektoliter, beim Export von 322 Euro pro Hektoliter auf 502 Euro pro Hektoliter. Von besonderem Interesse ist derzeit aufgrund von Handelsstreitigkeiten die Entwicklung des Weinaußenhandels zwischen den USA und der EU. Bislang lassen sich aber aus der Außenhandelsstatistik noch keine negativen Effekte herauszulesen, denn 2019 hat die EU 1,9 Mio. Hektoliter Wein im Wert von knapp 0,5 Mrd. Euro aus den USA importiert. Das Mengenergebnis des Vorjahres wurde damit gehalten, beim Wert sogar ein Plus von 47 Mio. Euro auf insgesamt 473 Mio. Euro für das Kalenderjahr 2019 erzielt. Auch beim Export von EU-Weinen in die USA ist für 2019 sowohl in der Menge (+0,3 Mio. hl) als auch im Wert (+295 Mio. €) ein Zuwachs zu verbuchen, der im langjährigen Vergleich sogar mit 6,6 Mio. Hektoliter und 4,1 Mrd. Euro neue Höchstwerte markiert.