Nachgerechnet: Flächennutzung und Flächenbedarf in Deutschland

Daten zum Flächenverbrauch in Deutschland: So wird die Landesfläche genutzt

Das Statistische Bundesamt hat die 2018er Daten zur Flächennutzung veröfentlicht. Anlass an dieser Stelle, den Flächenverbrauch in Deutschland einmal näher zu betrachten, auch vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen zu den diversen Einflüssen auf Umwelt und Biodiversität.

Insgesamt beträgt die Landesfläche Deutschlands rund 358.000 km². Davon sind 50,8 Prozent landwirtschaftlich genutzte Fläche, 29,8 Prozent Wald, 13,9 Prozent »Siedlungsund Verkehrsfläche« (SuV), 2,3 Prozent Wasserfläche und 3,2 Prozent andere Flächen. Flächenbedarf für Arbeit, Wohnen und Mobilität besteht nach wie vor. In den 26 Jahren zwischen 1992 und 2018 wurde die SuV-Fläche von 40.305 km² auf 49.819 km² ausgedehnt. Das entspricht einem Anstieg von 9.514 km² (+23,6 %) bzw. einem täglichen Zuwachs von rund 100 ha/Tag (1 km²/Tag). Allerdings entwickelt sich der tägliche Flächenverbrauch für Siedlung und Verkehr rückläufig. Er hat sich damit verbessert von 129 ha im Jahr 2000 auf zuletzt auf 56 ha im Jahr 2018.

Per Definition ist »Siedlungs- und Verkehrsfläche « allerdings nicht gleichzusetzen mit »versiegelter Fläche«, da zur SuV-Fläche auch Haus- und Vorgärten, Stellplätze, Grünanlagen, Spielplätze und Friedhöfe gezählt werden. Den Anteil der versiegelten Fläche an der SuV-Fläche gibt das Bundesumweltministerium mit ca. 46 Prozent an. Auf dieser Basis, berechnet lag im Jahr 2000 die tägliche Flächenversiegelung bei 59 Hektar, 2010 bei 40 Hektar und 2018 immerhin noch bei 26 Hektar pro Tag.