Wein gesund genießen Erziehung gegen den Alkoholmissbrauch

Die europäischen Weinerzeuger, die durch COPA-COGECA in Brüssel repräsentiert werden, haben ein hohes Interesse daran, dass ihre Erzeugnisse in einer gesunden Weise konsumiert werden. Nur wenn Wein moderat getrunken wird, ist er ein be­kömmlicher und gesunder Bestandteil einer modernen Ernäh­rung. Jeglicher Missbrauch schadet nicht nur dem Einzelnen und der Gesellschaft, sondern belastet auch das Ansehen des Produktes und der Branche. Daher ist der gesamte Weinsektor daran interessiert, gemeinsam mit den zuständigen Verantwort­lichen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft präventive Maß­nahmen zu ergreifen, um über die Vorteile eines moderaten Konsums von Wein zu informieren und vor dem Missbrauch von alkoholischen Getränken zu warnen.

Die europäischen Weinerzeuger, die durch COPA-COGECA in Brüssel repräsentiert werden, haben ein hohes Interesse daran, dass ihre Erzeugnisse in einer gesunden Weise konsumiert werden. Nur wenn Wein moderat getrunken wird, ist er ein be­kömmlicher und gesunder Bestandteil einer modernen Ernäh­rung. Jeglicher Missbrauch schadet nicht nur dem Einzelnen und der Gesellschaft, sondern belastet auch das Ansehen des Produktes und der Branche. Daher ist der gesamte Weinsektor daran interessiert, gemeinsam mit den zuständigen Verantwort­lichen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft präventive Maß­nahmen zu ergreifen, um über die Vorteile eines moderaten Konsums von Wein zu informieren und vor dem Missbrauch von alkoholischen Getränken zu warnen.

 

COPA-COGECA ist aufgrund dieser Grundsatzüberlegungensehr daran interessiert, den begonnen Dialog des Weinsektors mit Kommissar Kyprianou und der Generaldirektion SANCO über deren Zielvorstellungen einer sog. Alkoholpolitik fortzuset­zen. Voraussetzung für erfolgreiche Gespräche ist aus Sicht des Weinsektors, dass präventive Information, Aufklärung und Erziehung (im weitesten Sinn des Wortes) zum Fundament von abgestimmten Maßnahmen werden. COPA-COGECA kritisiert, dass in der GD SANCO zu sehr regulative Verbotsmaßnahmen nach dem umstrittenen Vorbild der Prohibition bzw. der Alko­holmonopole in Nordeuropa in Erwägung gezogen werden. Nach Auffassung von COPA-COGECA reichen die geltenden

 

Vorschriften aus, sie müssen allerdings konsequenter als bis­her überwacht werden (Beispiel Abgabe von alkoholischen Ge­tränken an Jugendliche).

 

COPA-COGECA lehnt nachdrücklich Überlegungen ab, die durch eine generelle Verteuerung (z.B. durch Steuererhöhun­gen) von alkoholischen Getränken oder eine Verminderung ih­rer Verfügbarkeit (z.B. durch Einschränkung von Verkaufsorten oder –zeiten) darauf abzielen, den Konsum alkoholischer Ge­tränke insgesamt zu senken. Der Weinsektor weist darauf hin, dass die weitaus größte Zahl aller Verbraucher gesundheitsbe­wusst ihren Wein genießt. Sie dürfen nicht mit staatlichen Reglementierungen belastet werden, die für die Minderheit derjenigen, die alkoholische Getränke zur „Lösung“ ihrer so­zialen Probleme missbrauchen oder aus anderen Gründen ge­sundheitsschädigend konsumieren, gedacht sind.

 

COPA-COGECA unterstreicht die Bedeutung einer frühzeitigen Erziehung zu einer gesundheitsbewussten Ernährung, zu der auch ein verantwortungsvoller Umgang der Erwachsenen mit alkoholischen Getränken gehört. Kindern und Jugendlichen muss verständlich gemacht werden, warum sie keine alkoholi­schen Getränke konsumieren sollen. Verbote provozieren zur Überschreitung, wenn keine Einsicht in den Sinn des Untersa­gens gegeben ist.

 

COPA-COGECA stellt fest, dass im Gegensatz zu anderen al­koholischen Getränken, Wein im Rahmen einer Marktorganisa­tion umfassend von der Erzeugung bis zur Vermarktung und

 

Etikettierung reglementiert ist. Mit Blick auf die bevorstehende Reform der EU-Weinmarktorganisation spricht sich COPA COGECA dafür aus, dass die Förderung eines moderaten Weinkonsums und die Verhinderung des Missbrauchs in die Ziele der Marktorganisation ausdrücklich aufgenommen und die entsprechende Rahmenbedingungen und Instrumente aus­gestaltet werden. Warning labels werden aufgrund auch Erfah­rungen aus anderen Sektoren für ungeeignet erachtet, statt­dessen soll der Rahmen für eine informative Aufklärung und Information geschaffen werden.

 

COPA-COGECA weist auf die speziellen Kleinstrukturen des Weinsektors hin, die keine finanzstarken Medienkampagnen ermöglichen, andererseits aber ein verzweigtes Netzwerk mit insgesamt 1,5 Mio. Weinerzeugern nutzbar machen, um die Botschaft eines moderaten Weinkonsums zu transportieren. Der größtmögliche Erfolg kann erreicht werden, wenn die existierenden Strukturen genutzt werden. COPA-COGECA ist mit seinen Mitgliedsorganisationen bereit, diese Koordinie­rungsaufgabe maßgeblich zu unterstützen.

 

Die europäischen Weine sind Erzeugnisse von traditionellen Kulturlandschaften und Bestandteile einer gewachsenen „medi­terran geprägten“ Ernährungskultur. Um diese positiven Aspek­te in das Bewusstsein der heutigen und zukünftigen Konsumen­ten zu bringen, ist eine Modernisierung der Botschaft eines gesundheitsbewussten Lifestyles mit integriertem moderaten Weinkonsum ebenso nötig wie eine Anpassung der Erholungs­angebote in den Weinbaugebieten (Oenotourismus) an die Wünsche Wellness suchender Touristen von heute und morgen.

 

Dr. Rudolf Nickenig ist Vizepräsident der Fachgruppe „Wein“ von COPA-COGECA