Tricks der Weinmacher – oder Tricks der Filmemacher? Kritik des DWV an der SWR Reportage von Thomas Leif

Der Film „Die Tricks der Weinmacher“ ist nach Auffassung des Deutschen Weinbauverbandes ein beschämendes Beispiel für schlechten Journalismus. Der Filmemacher hatte sich vorgenommen, die Weinbranche vorzuführen, und bedient sich dabei der Trickkiste von voreingenommenen Journalisten.

Der Film „Die Tricks der Weinmacher“ ist nach Auffassung des Deutschen Weinbauverbandes ein beschämendes Beispiel für schlechten Journalismus. Der Filmemacher hatte sich vorgenommen, die Weinbranche vorzuführen, und bedient sich dabei der Trickkiste von voreingenommenen Journalisten.

 

Er fragte so kurzfristig Interviews an, dass sie gar nicht erfüllt werden konnten, und interpretierte sie dann als grundsätzliche Ablehnung. Er legte einem Beamten der Weinkontrolle Wörter und Schlussfolgerungen in den Mund, die dem Filmemacher ins Konzept passten, aber mit der Realität von Weinvergehen nichts zu tun haben. Hätte er verantwortungsbewusst recherchiert, dann wäre ihm aufgefallen, dass die Verstöße gegen önologische Vorschriften um eine Zehnerpotenz niedriger liegen als die von ihm suggerierten Zahlen.

 

Der Deutsche Weinbauverband erachtet die Pressefreiheit als wertvolles Gut unserer Demokratie. Verbunden damit ist aber auch eine hohe Verantwortung der Journalisten auf eine sachgerechte, unvoreingenommene Darstellung. Als skandalös betrachtet der Deutsche Weinbauverband, dass der Südwestrundfunk den Beitrag unverändert am 13. November erneut auf seinem 3. Programm ausstrahlte, obwohl er von vielen Seiten, auch von den Aufsichtsbehörden der Weinkontrolle, auf die fehlerhaften Darstellungen im Film aufmerksam gemacht wurde.