Parlamentarischer Abend des Deutschen Wein­bauverbandes: „Deutscher Wein und die Brüsseler Reformen“

Unter diesem Motto veranstaltete der Deutsche Weinbauver­band seinen diesjährigen Parlamentarischen Abend am 9. No­vember in der Hessischen Landesvertretung in Berlin. Gäste waren Bundestagsabgeordnete, Vertreter der Bundesministe­rien und der Weinbau treibenden Bundesländer sowie auslän­discher Botschaften.

Unter diesem Motto veranstaltete der Deutsche Weinbauver­band seinen diesjährigen Parlamentarischen Abend am 9. No­vember in der Hessischen Landesvertretung in Berlin. Gäste waren Bundestagsabgeordnete, Vertreter der Bundesministe­rien und der Weinbau treibenden Bundesländer sowie auslän­discher Botschaften.

Im Anschluss an die Begrüßung der Gäste durch die Deutsche Weinkönigin Mandy Großgarten und den Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbrau­cherschutz, Dr. Robert Kloos, nahm der Präsident des Deutschen Weinbauverbandes, Norbert Weber, Stellung zu den Auswirkungen der Brüsseler Reformen auf den deutschen Weinbau.

 

Er forderte die Abgeordneten auf, sich dafür stark zu machen, dass die bisherige Anbauregelung und das Pflanzrechtesystem in der EU erhalten bleiben. „Angesichts der großen Krise, die die ungebremste Produktion in den Weinbau treibenden Staaten der Neuen Welt ausgelöst hat, ist Freiheit im Anbau und bei den Produktionsmethoden eben nicht der Schlüssel zum Erfolg! Dies muss auch die EU-Kommission endlich akzeptieren!“, forderte der Weinbaupräsident.

Der Präsident bat seine parlamentarischen Gäste mit Nach­druck dafür zu votieren, das weinspezifische Unterstützungs­programm der Gemeinsamen Marktorganisation (sog. Säule I) mit dem dafür notwendigen Budget im heutigen Umfang zu erhalten und um ein spezielles Steillagenförderinstrument zu erweitern.

Der DWV-Präsident betonte, dass sich die Weinwirtschaft wei­terhin für einen gesundheitsbewussten Konsum einsetze und vor Missbrauch warne. „Wir sprechen uns dafür aus, dass Infor­mationsprogramme für die Verbraucher im Binnenmarkt inner­halb des Nationalen Stützungsprogramms gefördert werden. Dabei denken wir beispielsweise an das WINEinMODERATION Programm, das erfolgreich läuft und mehr ist als unser Alter­nativentwurf zu Diskussionen über Alkoholsteuererhöhungen!“, betonte Weber.

Hinsichtlich der anstehenden Umsetzung des neuen EU-Wein­bezeichnungsrechts plädierte Norbert Weber für eine integrale Lösung, die Elemente des romanischen und germanischen Rechts zusammenführe und Herkunftsangaben mit einer Quali­tätsaussage verbinde. Nach Überzeugung des DWV würde ein Nebeneinander von zwei Systemen den Zielvorstellungen des neuen EU-Bezeichnungsrechts nicht entsprechen und zu Wett­bewerbsverzerrungen und Verunsicherungen unter den Ver­brauchern führen.