Geburtstagsempfang für DWV-Präsident Norbert Weber

Der Deutsche Weinbauverband ehrte gestern seinen Präsidenten im Rahmen eines Geburtstagsempfangs in Vogts­burg-Bischoffingen. Vizepräsident Edwin Schrank gra­tulierte stellvertretend für den Deutschen Weinbauverband und würdig­te Norbert Weber für seinen unermüdlichen und mutigen Ein­satz bei der Gestaltung der deutschen und europäischen Wein­baupolitik. Im Namen des Präsidiums und des Vorstandes dankte er ihm für seine stete Bereitschaft zu kooperativer Zu­sammenarbeit und lobte sein Geschick und seine Ausdauer, wenn es darum ginge, zwischen divergie­renden Interessen der Mitglieder Konsens zu schaffen.

Der baden-württembergischen Landwirtschaftsminister, Peter-Hauk,würdigte in seiner Ansprache die Verdienste Webers im politischen und wirtschaftlichen Leben des Bundeslandes, vor allem im Bereich der Landwirtschaft, wo der DWV-Präsident seit Beginn der 90er Jahre „mit Herz, Verstand und Weitblick“ für besondere Qualitätskonzepte im Weinbau und einer zukunftsorientierten Vermarktung eintritt.

Geehrt wurde der Jubilar, der am 1. Januar 60 Jahre geworden war, auch von Bürgermeister Gabriel Schweizer, der ihm zu diesem Anlass die Bürgermedaille der Stadt Vogtsburg verlieh.

Die amtierende deutsche Weinkönigin Evelyn Schmitt übermittelte Ihre Glückwünsche in musikalischer Form, indem sie zusammen mit allen Festgästen „Happy Birthday Mr. President“ sang.

 

Zu dem gestrigen Empfang kamen über 200 Vertreter der deutschen Weinwirtschaft, Familienangehörige und langjährige Wegbegleiter des Jubilars. Auf Wunsch Norbert Webers spendeten viele Festgäste einen Geldbeitrag für die Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe und beschenkten ihn mit Wein und Produkten aus ihrer Region.

 

In einer sehr persönlichen Rede dankte der Präsident des Deutschen Weinbauverbandes seinen Gästen für Ihr Kommen und beschrieb aus ganz eigener Perspektive seinen bisherigen Lebensweg. Norbert Weber bedauerte sehr, dass es seiner Frau aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich war, am Fest teilzunehmen.

 

Norbert Weber wurde am 1. Januar 1948 in Freiburg geboren. Nach einer landwirtschaftlichen und wein­bau­­lichen Lehrzeit schloss er seinen beruflichen Aus­bildung als Winzermeister ab. Er bewirtschaftet in sei­nem Heimatort Bischoffingen mit seiner Ehefrau Ursula einen Obst- und Weinbaubetrieb.

Norbert Weber ist Mitglied der Winzergenossenschaft Bischoffingen, in der er von 1992 bis 2000 als Vor­stands­vorsitzender Verantwortung übernahm.

Seine ehrenamtliche Karriere begann Norbert Weber in der Landjugend. Von 1975 bis 1981 war er Vorsit­zen­der des Bundes Deutscher Landjugend und Mit­glied des Präsidiums des Deutschen Bauernver­ban­des.

Von Anfang an engagierte er sich für das landwirt­schaftliche Ausbildungswesen und war von 1985 bis 1990 bildungs­politi­scher Sprecher des Deutschen Bauernverbandes und des Berufsbildungsausschusses Baden-Württemberg.

Nach Übernahme von verbandspolitischen Aufgaben auf der Orts- und Kreisebene wurde Norbert Weber 1985 in das Präsi­dium und 1990 als Präsident des Badischen Weinbau­verban­des gewählt.

1992 übernahm er das Amt eines Vizepräsidenten im Deut­schen Weinbauverband, dem er seit 1997 als Präsident vor­steht. Fest verankert als Praktiker in die Alltagssorgen der deut­schen Winzer vertritt er seitdem mit großem Engagement und Erfolg die Interessen der deutschen Winzer. In enger Zusam­menarbeit mit den politisch Verantwortlichen auf der Bundes- und Landesebene konnten bei der gerade beschlossenen EU-Weinmarktreform die deutschen Interessen sehr erfolgreich gewahrt werden.

Norbert Weber ist in seinem Denken und Handeln sehr marktorientiert. Daher war er auch bereit, im Jahre 2000 den Vorsitz des Aufsichts- und Verwaltungsrates des Deutschen Weinfonds zu übernehmen. Hier setzt er sich intensiv für eine neue Strategie des deutschen Gemeinschaftsmarketings und eine Optimierung der Zusammenarbeit mit den gebietlichen Absatzeinrichtungen ein. Nach seiner Überzeugung gehört der moderate Weingenuss zum modernen Lebensstil.Die Moder­nisierung der deutschen Weinkultur ist ihm ebenso ein Her­zens­anliegen wie die zeitgemäße Darstellung der deutschen Weinhistorie. Deshalb war er auch bereit, als Präsident des Deutschen Weinbaumuseums tätig zu sein.

Norbert Weber ist erst der 9. Präsident in der 134jährigen Geschichte des Deutschen Weinbauverbandes. Sein Vorgän­ger, Ehrenpräsident Dr. Reinhard Muth, ist mit seiner sieb­zehn­jährigen Amtszeit bisheriger „Rekordhalter“.

Norbert Weber ist der dritte DWV-Präsident aus Baden. Auch der Begründer des Deutschen Weinbauverbandes, Dr. Adolph Blankenhorn (1874 – 1882) kam aus Baden.