Europäische Weinerzeuger lehnen Vertragsentwurf für ein Weinabkommen zwischen der EU und USA ab

Die Vertreter der Europäischen Organisationen der Winzer und Winzergenossenschaften, die in der Fachgruppe Wein von COPA COGECA zusammengeschlossen sind, sagen eindeutig „Nein“ zum Vertragsentwurf, den die EU-Kommission mit der US-Administration ausgehandelt hat. Der Präsident des Deutschen Weinbauverbandes, Norbert Weber, begrüßte in Brüssel, dass die Initiative der deutschen Erzeuger von allen anderen Weinerzeugerorganisationen „ohne jeden Abstrich“ unterstützt wird.

Die Vertreter der Europäischen Organisationen der Winzer und Winzergenossenschaften, die in der Fachgruppe Wein von COPA COGECA zusammengeschlossen sind, sagen eindeutig „Nein“ zum Vertragsentwurf, den die EU-Kommission mit der US-Administration ausgehandelt hat. Der Präsident des Deutschen Weinbauverbandes, Norbert Weber, begrüßte in Brüssel, dass die Initiative der deutschen Erzeuger von allen anderen Weinerzeugerorganisationen „ohne jeden Abstrich“ unterstützt wird.

Weber betonte: „ Wir sind uns darin einig, dass die EU-Kommission schlecht verhandelt hat. Das geben führende Kommissionsbeamten sogar öffentlich zu. Das Abkommen würde dazu führen, dass es keine internationale Norm für Wein mehr gibt. Jedes Land könnte nach seinem Gusto bestimmen, was Wein ist und wie er hergestellt wird. Einer industriellen Produktion wird die Tür geöffnet. Kultur und Tradition sollen offenbar nur noch in der Werbung ihre Berechtigung haben, nicht mehr in Weinberg und Keller. Die jahrzehntelangen Bemühungen, die traditionellen Weinbezeichnungen, insbesondere die Herkunftsangaben zu schützen, würden durch das Abkommen zunichte gemacht. Mit diesem Abkommen werden elementare Interessen der Konsumenten und der Erzeuger mit Füßen getreten.“

Die Fachgruppe Wein machte keinen Hehl aus ihrer Enttäuschung darüber, dass sich im EU-Ministerrat, nur die deutsche Bundesregierung engagiert für die europäischen Weinerzeuger eingesetzt hat. Die Winzerorganisationen aus den europäischen Weinbauländern(Frankreich, Griechenland, Italien, Österreich, Portugal, Slowakei, Spanien, Tschechien , Luxemburg, Slowenien und Ungarn) wollen nun mit der Resolution die Fachgruppe Wein von COPA COGECA ihre Regierungen auffordern, den Vertragsentwurf in der jetzt vorliegenden Form abzulehnen. Denn heute wird in einer Sondersitzung des Sonderausschusses Landwirtschaft und beim nächsten EU-Ministerrat am 19. und 20. September 2005 die EU-Haltung endgültig festgelegt.

Norbert Weber: „Wir haben ein großes Interesse daran, die positiven Außenhandelsbeziehungen mit den USA fortzuentwickeln. Die USA konnten ihre Weinexporte nach Europa in den letzten 10 Jahren von ca. 50.000 auf 2,1 Mio. Hektoliter steigern. Im gleichen Zeitraum stiegen die europäischen Weinexporte von.0,8 Mio. auf 3,9 Mio. Hektoliter.

Auch die hiesigen Weinerzeuger können sich über die Exporterfolge des deutschen Rieslings sehr freuen. Um so wichtiger ist, dass ein solides Abkommen ausgehandelt wird.“