EU-Weinmarkt­reform: Weinbaupräsident Weber begrüßt Votum des Europäischen Parlaments

Ausdrücklich begrüßt hat der Präsident des Deutschen Wein­bauverbandes (DWV), Norbert Weber, die gestrige Beschluss­fassung des Europäischen Parlaments zum Bericht der griechi­schen Abgeordneten Batzeli über die Reform der Gemeinsa­men Marktorganisation für Wein.

Ausdrücklich begrüßt hat der Präsident des Deutschen Wein­bauverbandes (DWV), Norbert Weber, die gestrige Beschluss­fassung des Europäischen Parlaments zum Bericht der griechi­schen Abgeordneten Batzeli über die Reform der Gemeinsa­men Marktorganisation für Wein.

„Dieses Votum ist die Grundlage für eine zukunftsorientierte Ausrichtung der EU-Weinbaupolitik, die den unterschiedlichen Interessen der europäischen Weinbaunationen Rechnung trägt.“, so der DWV-Präsident.

Mit dem Votum für die Beibehaltung einer spezifischen Wein­marktorganisation, die einer grundlegenden Reform unterzogen werden soll, sollen die Weichen dafür gestellt werden, die drin­gend erforderliche Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Weinsektors in die Wege zu leiten. Dieser Aus­sage kommt laut Weber im Hinblick auf die derzeit laufenden Beratungen zur Einführung einer einheitlichen gemeinsamen Marktorganisation für alle Agrarmärkte eine besondere Bedeu­tung zu. „Die umfassenden sektorspezifischen Bestimmungen des gemeinschaftlichen Weinrechts bedingen den Erhalt eines eigenständigen Regelwerks und sind nicht dazu geeignet, in eine horizontale Regelung einbezogen zu werden!“, so der DWV-Präsident.

Aus Sicht der nördlichen Anbauregionen sind insbesondere die Aussagen zum Erhalt der Saccharoseanreicherung zu be­grüßen. Gemäß dem Votum des Parlaments soll dieses An­reicherungsverfahren weiterhin in allen Anbaugebieten zuge­lassen werden, in denen es traditionell angewandt wurde und wo keine strukturbedingten Überschüsse bestehen. Zudem hat das Parlament einer Absenkung der derzeitigen Anreicherungs­spannen als nicht gerechtfertigt eine klare Absage erteilt.

„Alles in allem ist festzuhalten, dass die Beschlussfassung des EU-Parlaments erfreulicherweise essentiellen deutschen Wein­bauinteressen Rechnung trägt und zu hoffen bleibt, dass dies ein Impuls für die im Sommer zu erwartenden Reformvor­schläge der EU-Kommission sein wird.“, sagte Weber abschließend.