Deutscher Weinbauverband e.V. (DWV) begrüßt Einreisemöglichkeit von zusätzlichen Saisonarbeitern

Pressemitteilung vom 3. April 2020

Bonn Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, und Bundesinnenminister Horst Seehofer haben gestern ein gemeinsames Konzept im Bundeskabinett vorgestellt, das Ausnahmen von den geltenden Einreisebeschränkungen für ausländische Saisonarbeitskräfte vorsieht. Erntehelfer und Saisonarbeitskräfte können damit in begrenztem Umfang wieder nach Deutschland kommen. Im April und im Mai wird jeweils bis zu 40.000 Saisonarbeitern die Einreise ermöglicht.

Weinbaupräsident Klaus Schneider zeigt sich erleichtert und spricht Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundesinnenminister Horst Seehofer seinen Dank aus: „Mit der beginnenden Vegetationsperiode laufen in den Weinbaubetrieben die Vorbereitungen auf die diesjährigen Arbeitssaison auf Hochtouren. In einem qualitätsorientierten Weinbau müssen Wachstum und Entwicklung der Reben kontinuierlich mit erheblichem Pflegeaufwand begleitet werden, um die Ernte zu sichern. Unsere Betriebe sind dabei auf den Einsatz von erfahrenen Saisonarbeitskräften angewiesen, mit denen sie seit vielen Jahren zusammenarbeiten. Gerade für die ländlichen Regionen, in denen es unmöglich ist, die erforderlichen Arbeiten ohne tatkräftige Unterstützung der Saisonarbeitskräfte durchzuführen, war diese Entscheidung der Ministerien sehr wichtig.“

„Der Schutz der Gesundheit aller Beteiligten muss natürlich oberste Priorität haben“, bekräftigte Klaus Schneider. „Unsere Betriebe werden die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts daher einhalten, um ein Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten.“

Eine Meldung der konkret benötigten Saisonarbeitskräfte wird über den Deutschen Bauernverband e.V. (DBV) erfolgen. Der Weinbaupräsident betonte, dass bei der Verteilung natürlich für den Weinbau auch ein entsprechendes Kontingent zur Verfügung stehen muss.