Deutscher Weinbauverband (DWV) begrüßt Votum des Agrarausschusses des Europäischen Parlaments zur Reform der einheitlichen GMO

Pressemitteilung vom 25. Januar 2013

Das vom Agrarausschuss des Europäischen Parlaments am 23. Januar abgestimmte Votum über die Reform der einheitlichen GMO der Agrarmärkte bezeichnet DWV-Präsident Weber aus Sicht des Weinsektors als höchst erfreulich. Neben dem Vorschlag, die Wettbewerbsfähigkeit von Hang- und Steillagen künftig durch ein Steillagenprogramm zu fördern, gelte dies insbesondere für den mit großer Mehrheit in diesem Gremium angenommenen Änderungsvorschlag, die geltende Pflanzrechteregelung bis zum Wirtschaftsjahr 2029/2030 zu verlängern. Nach derzeit geltendem Recht läuft die Pflanzrechteregelung Ende 2015 bzw. Ende 2018 aus. In diesem Zusammenhang unterstützt der DWV nachdrücklich den von elf Mitgliedstaaten eingebrachten Vorschlag, die bisherige Regelung mit wesentlichen Verbesserungen in puncto Transparenz, Mobilität und Anpassungsmöglichkeiten an Marktentwicklungen zu verlängern. Laut Weber lehnt der DWV mit allem Nachdruck den von der EU-Kommission vorgeschlagenen Systemwechsel hin zu einem Autorisierungssystem aufgrund der rechtlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Risiken, da die Folgen derzeit nicht abschätzbar seien, ab. „Das eindeutige Votum des EP-Agrarausschusses sollte die Bundesregierung dazu ermutigen, sich für die Position der elf Mitgliedstaaten zur Pflanzrechteregelung stark zu machen. Dies ist aus unserer Sicht die weitaus bessere Alternative zu dem von der Kommission vorgeschlagenen Systemwechsel.“, sagte DWV-Präsident Weber. Das nunmehr vom Agrarausschuss beschlossene Votum soll im März im Plenum des Europäischen Parlaments zur Abstimmung gestellt werden.