Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel empfing neue Deut­sche Weinkönigin Präsident und Generalsekretär des DWV erläuterten Situa­tion und Anliegen der Deutschen Weinwirtschaft

Nach der heutigen Kabinettssitzung empfing Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die neue Deutsche Weinkönigin Evelyn Schmitt, die der Regierungschefin Rot- und Weißweine aus den deutschen Anbaugebieten mitbrachte. Sie wurde begleitet von Monika Reule, der neuen Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts, dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Deutschen Weinfonds und Präsidenten des Deutschen Weinbauverban­des, Norbert Weber und DWV-Generalsekretär Dr. Rudolf Ni­ckenig.

Nach der heutigen Kabinettssitzung empfing Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die neue Deutsche Weinkönigin Evelyn Schmitt, die der Regierungschefin Rot- und Weißweine aus den deutschen Anbaugebieten mitbrachte. Sie wurde begleitet von Monika Reule, der neuen Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts, dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Deutschen Weinfonds und Präsidenten des Deutschen Weinbauverban­des, Norbert Weber und DWV-Generalsekretär Dr. Rudolf Ni­ckenig.

Präsident Norbert Weber erläuterte die positive Entwicklung in der deutschen Weinwirtschaft, die durch Gewinne an Marktan­teilen in den mittleren und oberen Preissegmenten im Inland und auf wichtigen Exportmärkten gekennzeichnet ist. Riesling und Co. sind „in“. Mit dem sich ständig verbessernden Image der Weine aus den dreizehn deutschen Anbaugebieten konnte Weber von einer steigenden Attraktivität des Winzerberufs be­richten, was sich unter anderem an den vielen Berichten in den Lifestyle-Magazinen, vor allem aber an den steigenden Ausbil­dungszahlen der weinwirtschaftlichen Berufe ablesen lässt.

„Bei diesem positiven Trend trifft uns der Vorschlag der EU-Kommission zur Reform der Europäischen Weinmarktorganisa­tion wie ein Keulenschlag!“ betonte der DWV-Präsident. „Soll­ten diese Vorschläge Wirklichkeit werden, dann werden wir ein Winzersterben erleben. Nach vorliegenden wissenschaftlichen Gutachten müssten ein Viertel der deutschen Rebflächen auf­gegeben werden. Die Reform soll die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Betriebe fördern, das Gegenteil ist für die deut­schen Winzer der Fall. So wird durch die bürokratisch verord­nete Verteuerung der Herstellungsmethoden und durch die Än­derung der Bezeichnungsregeln die Wettbewerbsfähigkeit un­serer Betriebe verschlechtert. Durch die Aufgabe der Anbaure­geln werden Vermögenswerte der Betriebe vernichtet und der Anbau von Reben auf Flächen gestattet, die nicht für den An­bau von guten Weinen geeignet sind. Die vorgeschlagenen Regelungen schaden dem Image unserer Weine. Sie sind eine große Gefahr für die Beschäftigungsmöglichkeiten von mehre­ren hunderttausend Menschen, die bisher in den Betrieben der Wein- und Sektbranche, im Tourismus, der Gastronomie und im Handwerk in den Weinkulturlandschaften Arbeit finden. In dieser Einschätzung sind sich Bund, Länder und die gesamte deutsche Weinwirtschaft einig.“

Der DWV-Präsident dankte der Bundesregierung für ihr bishe­riges Engagement und appellierte noch einmal, dass sie einer Verabschiedung dieser unausgereiften Reformvorschläge nicht zustimmt. Sehr erfreut war er darüber, dass die Bundeskanzle­rin sich für die vorgetragenen Sorgen der Weinwirtschaft offen zeigte.