2. Mainzer Weingipfel: Die weinbaupolitischen Eckpunkte des Deutschen Weinbauverbandes

Auf dem heutigen Mainzer Weingipfel stellte der Präsident des Deutschen Weinbauverbandes, Norbert Weber, die weinbau­politischen Kernpunkte aus Sicht des Verbandes vor!

Auf dem heutigen Mainzer Weingipfel stellte der Präsident des Deutschen Weinbauverbandes, Norbert Weber, die weinbau­politischen Kernpunkte aus Sicht des Verbandes vor:

„Der DWV vertritt die Auffassung, dass der Weinbau eine wertvolle Säule für zukunftsfähige ländliche Räume ist, die auch in den Bereichen Tourismus, Gastronomie und Handwerk viele Arbeitsplätze bieten. Deshalb müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen bewahrt bleiben, die den Weinbau in diesen Kulturlandschaften erhalten helfen. Hierzu zählt in erster Linie eine Erhaltung der qualitätsorientierten Anbauregeln mit der Verlängerung des Anpflanzrechtesystems über 2018 hin­aus. Darüber hinaus sind Förderungsmaßnahmen erforderlich, um den Weinbau trotz höherer Kosten in diesen wertvollen Weinbaugebieten fortführen zu können.

Wir konnten feststellen, dass sich die Einführung des natio­nalen Förderungsprogramms grundsätzlich bewährt hat. Da die Ziele jedoch noch nicht erreicht sind, setzen wir uns mit allem Nachdruck dafür ein, dass das Programm über 2013 hinaus fortgeführt wird. Als neue Maßnahme möchten wir, dass ein Förderprogramm für Steillagen aufgenommen wird und die Werbemaßnahmen, die bisher auf Drittländer beschränkt sind, auch in der EU gefördert werden.

Der DWV spricht sich für eine evolutionäre Fortentwicklung des deutschen Weinbezeichnungsrechts aus, mit dem Ziel, romani­sche und deutsche Elemente für die Kennzeichnung der Weine zu integrieren. In Zukunft soll die Herkunft der Weine stärker herausgestellt und mit einer Qualitätsaussage obligatorisch verknüpft werden. Der DWV spricht sich für eine Änderung des Weingesetzes aus, um den Ländern zu ermöglichen, für ihre Weinbaugebiete und insbesondere für ihre Lagen, Gemeinden, und Bereiche Regelungen zu erlassen, um das Qualitätsprofil für diese kleineren geografischen Bereiche (s. Herkunft) an­spruchsvoller als die Mindeststandards festzulegen.“